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| VII. DTGPP-Kongress 21.-25.09.10 in Berlin 21.09.2010 Der diesjährige Kongress der DTGPP findet Berlin im Rathaus Schöneberg unter dem unter dem Thema „Kulturräume” statt. Das Kongressprogramm finden Sie in der aktuellen Version hier. Weitergehende Informationen finden Sie auf der Kongress-Homepage oder hier. Den Kongress-Flyer (als PDF) können Sie hier bekommen. |
Editorial
Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der DTGPP,
sehr geehrte Damen und Herren,
endlich ist es wieder so weit und nach längerer
Pause erscheint der Rundbrief I/2008. Für
Ende des Jahres ist dann der zweite Rundbrief
geplant.
Zunächst möchte ich mich bei allen Besuchern, Referenten und Organisatoren unseres VI. Deutsch – Türkischen Psychiatriekongresses ganz herzlich bedanken. Wir haben viele und sehr positive Rückmeldungen bekommen. Ich selber habe mich wohl gefühlt und fand den Kongress ausgesprochen anregend, vielfältig in der Thematik, angenehm in der Atmosphäre und insgesamt gelungen. In diesem Rundbrief finden Sie auch einen ausführlichen Kongressbericht. Ich möchte aber gleich darauf hinweisen, dass hier nur eine subjektive Auswahl von Vorträgen und Veranstaltungen besprochen worden ist – eine umfassende Darstellung hätte jeden Rahmen gesprengt. Ich bitte daher um Verständnis bei denjenigen, die sich aktiv beteiligt haben, aber im Kongressbericht nicht gesondert erwähnt worden sind.
Bei unserer letzten Vorstandssitzung, die über die Ostertage in Istanbul stattfand, haben wir auch die Buchpublikation besprochen und entschieden: Es wird in beiden Ländern ein Kongressbuch mit einer Auswahl von Vorträgen in Buchform geplant. Der Inhalt ist für die deutsche wie die türkische Ausgabe identisch. D.h., Berichte über die Versorgung von Patienten mit Migrationshintergrund in Deutschland sind somit für die Kollegen in der Türkei zugänglich, andererseits können die Leser des deutschen Buches auch Berichte über Themen der türkischen Psychiatrie lesen. Es wird die erste Publikation unserer DTGPP in der Türkei sein, was uns ganz besonders freut.
Bei dem Kongress wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Bislang waren sieben der zehn Vorstandsmitglieder aus Deutschland und drei aus der Türkei. – Dieses Verhältnis haben wir geändert: Jetzt stammen sechs Vorstandsmitglieder aus Deutschland und vier Vorstandsmitglieder aus der Türkei. Diese Verschiebung soll das Gewicht der DTGPP in der Türkei stärken! Wir haben einige neue Mitglieder: In Deutschland sind Meral Balduk, Dipl.-Psychologin mit eigener Praxis in Frankfurt und Dr. Murat Ozankan, Arzt f. Psychiatrie und Psychotherapie und Leiter der Migrantenambulanz in Langenfeld neu in den Vorstand eingetreten. Neu im Vorstand in der Türkei sind Frau Yrd. Doç. Dr. Feyza Çorapçı, Psychologin an der Boğaziçi- Universität und Frau Dr. Elif Mutlu, Ass.-Ärztin in psychiatrischer Weiterbildung in dem Istanbuler Großkrankenhaus Bakırköy. Im nächsten Rundbrief werden sich alle neuen Vorstandsmitglieder mit einem kleinen Bericht vorstellen.
Die Tatsache, dass neue Mitglieder in den Vorstand gewählt worden sind, bedeutet aber auch, dass wir Vorstandsmitglieder verabschieden müssen.
Hier möchte ich zunächst Kurt Heilbronn nennen,
der Gründungsmitglied der DTGPP ist und
seit dem ersten Vorstand 1994 als Kassenwart
unsere Arbeit in herausgehobener Position
begleitet hat. Kurt wollte nach den vielen und
auch anstrengenden und aufreibenden Jahren
dieser Tätigkeit mit der finanziellen Abwicklung
von sechs Kongressen die Aufgaben des Kassenwartes
abgeben und gleichzeitig – hoffentlich
nur vorübergehend! – aus dem Vorstand
ausscheiden. Kurt Heilbronn hat die DTGPP
mit seiner Persönlichkeit und auch seiner Biographie
als Sohn eines in die Türkei migrierten
jüdischen Wissenschaftlers und einer türkischen
Mutter mitgeprägt. Wir wissen gar nicht,
wie wir uns die Vorstandsarbeit ohne Kurt vorstellen
können. Als Mitglied des ebenfalls neu
gewählten Aufsichtsrates – zweites Mitglied ist
Füsün Sermet-Kneile, Dipl.-Psychologin in eigener
Praxis in Stuttgart – wird er der Entwicklung
der DTGPP weiterhin verantwortliche Impulse
geben.
Ebenfalls ausgeschieden als Vorstandsmitglied
in Deutschland ist Cenk Kolcu, der drei Perioden
Mitglied unseres Vorstandes war. Cenk hat als
akademischer Mitarbeiter der Hamburgischen
Brücke die Arbeit der DTGPP in Norddeutschland
repräsentiert. Wir haben Cenk Kolcu den Auftritt
von Fatih Akın bei unserem Kongress zu verdanken.
Als Bewohner Altonas kennen sich beide
seit vielen Jahren – nur so war es überhaupt
möglich, Fatih Akın zur Teilnahme an unserem
Kongress zu bewegen. Er hatte auch für die
tolle Tombola bei unserem Jubiläumssymposium
in Marburg vor drei Jahren gesorgt. Auch
Cenk wollte etwas Abstand von der Arbeit im
Vorstand gewinnen, bleibt aber unserer DTGPP
freundschaftlich verbunden.
Als Dritter bleibt Friedhelm Katzenmeier zu
würdigen. Friedhelm ist ja allen bekannt durch
seine Kulturvorträge bei unseren letzten Kongressen
und bei der Jubiläumsveranstaltung.
Friedhelm Katzenmeier hat die Rolle des väterlichen
Weisen von Wolfgang Pfeiffer übernommen
und diese wichtige Position bescheiden,
gleichzeitig souverän ausgefüllt.
In der Türkei ist Frau Yrd. Doç. Dr Yeşim Korkut,
Psychologin an der Istanbul-Universität,
aus dem Vorstand ausgeschieden. Wir verdanken
Yeşim die in unserem Jubiläums-Rundbrief
publizierte Studie über Anpassungsstörungen
von Arbeitsmigrantinnen aus der GUS in der Türkei
und ein Symposium zum Thema „Migration“
bei unserem Kongress, das die Türkei auch als
Einwanderungsland darstellt. Yeşim Korkut war
über zwei Perioden in unserem Vorstand vertreten
und wir werden sie sehr vermissen.
Allen ehemaligen Vorstandsmitgliedern sei
ganz, ganz herzlich gedankt wie auch den ausgeschiedenen
Aufsichtsräten Etem Ete und
Hüseyin Okur!
An weiteren Neuigkeiten ist zu berichten, dass
wir als DTGPP seit Dezember letzten Jahres affiliated
member der WACP (World Association of
Cultural Psychiatry) geworden sind. Mit dieser
Verbindung treten wir erstmals über die binationale
Organisation zwischen Deutschland und
der Türkei hinaus und knüpfen institutionell
verankerte Kontakte zur kulturellen Psychiatrie
in die ganze Welt.
Bei einem von Hans-Jörg Assion organisierten
„Dutch-German Meeting on Transcultural
Psychiatry“ zum Thema „Refugees, asylum seekers
and illegals“ am 12. Mai 2007 in Bochum
entwickelte sich eine Kooperation zwischen
unserer DTGPP und den Niederlanden, die mit
einem weiteren Symposium im Herbst in Holland
vertieft werden sollen.
Es gab noch weitere Tagungen, die hier nur kurz
erwähnt werden sollen: Am 7. Dezember fand
in der Klinik f. Psychiatrie und Psychotherapie
Marburg-Süd das vielbeachtete Symposium
„Asyl und Psychiatrie“ statt. Die Publikation
dieses Symposiums wird aktuell vorbereitet. Es
findet sich im Rundbrief auch ein gesonderter
Bericht über diese Veranstaltung.
Auch die Tagung „Integration durch ambulante
Behandlung“ am 23. Februar d.J. in der Klinik
Bamberger Hof in Frankfurt wurde von der
DTGPP gemeinsam mit Artur Diethelm, dem Leitenden
Arzt dieser ambulanten und teilstationären
Einrichtung, organisiert.
Das Abschiedssymposium von Wieland Machleidt
von der Medizinischen Hochschule in
Hannover fand nur eine Woche nach unserem
Istanbuler Kongress statt. Auch zu dieser Veranstaltung
gibt es einen eigenen Bericht im vorliegenden
Rundbrief.
Ein ganz wichtiger Hinweis: Frau Dr. Solmaz Golsabahi organisiert nach dem ersten deutschsprachigen Kongress für transkulturelle Psychiatrie, der kurz vor unserem Istanbuler Kongress in Witten-Herdecke stattgefunden hatte, einen zweiten Kongress in Wien! Dieser Kongress findet vom 26.-28. September 2008 statt. Schwerpunktthema sind Flüchtlinge. Informationen über diesen Kongress finden Sie unter www.transkulturelle-psychiatrie.de Auch die DTGPP ist im Organisationsgremium dieses Kongresses vertreten und alle Mitglieder sind herzlich zu einer Teilnahme in Wien eingeladen!
Am Samstag, dem 8. November d.J. wird in Bad Dürkheim eine nach unserer Satzung erforderliche Mitgliederversammlung stattfinden. Diese Versammlung findet zusammen mit einem Symposium zum Thema „Bedrohte Identitäten“ und einem Treffen des Arbeitskreises Rehabilitation (ART), der sich in diesem Jahr unter dem Dach der DTGPP konstituiert hat (s. auch gesonderten Bericht) statt. Dr. Matthias Münch, Chefarzt der Rhein-Haardt-Klinik, wird unser Gastgeber sein. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor, Programm und weitere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Und nun noch einige Glückwünsche: Seit März
2008 ist Michael Grube aus Frankfurt Chefarzt
der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie-
Psychosomatik am Klinikum Frankfurt-Höchst.
Bereits vor einem Jahr hatte er sich an der Frankfurter
Universität habilitiert. Michael Grube war
von 1994 bis 1996 der erste Schriftführer der
DTGPP.
Im April diesen Jahres hat sich unsere zweite
Vorsitzende Inci User in Soziologie habilitiert.
Sie wird weiterhin als Dozentin am Fachbereich
Soziologie an der Marmara-Universität in Istanbul
tätig sein.
Ebenfalls im April wurde Meryam Schouler- Ocak, unsere langjährige Schriftführerin, die seit knapp vier Jahren als Oberärztin an der Psychiatrischen Klinik der Charité in Berlin arbeitet, zur stellvertretenden Vorsitzenden der Sektion Transkulturelle Psychiatrie der EAP (European Association of Psychiatrists) gewählt.
So viel erst einmal für heute – wir werden über die geplante elektronische Rundmail noch vor Erscheinen des Rundbriefes II/2008 wieder über neue Entwicklungen berichten.
Mit ganz herzlichem Gruß
Ihr und Euer
Eckhardt Koch
für die Herausgeber
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