Pressemitteilung der DTGPP e. V.

Resolution VII

Pressemitteilung der DTGPP e. V.

Deutsch-Türkischer Psychiatriekongress,
14. – 17.09.2016 am UKE in Hamburg

In Hamburg und anderen Ballungsräumen in Deutschland manifestieren sich die Herausforderungen, die die Themen psychiatrische Gesundheit, Migration und Stadtpolitik mit sich bringen. Gerade Hamburg bietet dabei neue und innovative Entwicklungen im Bereich psychiatrischer psychosozialer Versorgung, Integration und Sozialpolitik. Der IX. Deutsch-Türkische Psychiatriekongress zeigt die aktuellen Entwicklungen auf und beleuchtet die Perspektiven in der psychiatrisch–psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung beider Länder im Hinblick auf mentale Gesundheit. Experten aus Deutschland und der Türkei diskutieren mögliche Lösungsansätze und nehmen dabei die kulturellen Charakteristika bewusst ins Blickfeld, dieses gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in beiden Ländern. Staatsministerin Aydan Özoğuz begrüßt den deutsch-türkischen Austausch zur psychosozialen Versorgung: „Die psychische Gesundheit ist sehr wichtig für das Wohlbefinden und eine Grundlage für die soziale Integration der Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichten. Ich unterstütze deshalb diesen Kongress und fördere ein Forschungsprojekt zur psychosozialen Situation von geflüchteten Frauen. Unsere Gesundheitseinrichtungen müssen sich auf die Bedarfe einer Einwanderungsgesellschaft einrichten. Dazu dienen Forschung und fachlicher Austausch. Vom deutsch-türkischen Psychiatriekongress verspreche ich mir wichtige Impulse für die psychosoziale Versorgung.“ In diesem Sinne ist der Kongress exemplarisch für den transkulturellen Austausch am Beispiel aktueller Herausforderungen. Er bietet eine Bühne für Kollegen und Fachleute aus dem Bereich psychischer Gesundheit.

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Pressemitteilung

Pressemitteilung

Berlin, den 18. Januar 2016

In tiefster Erschütterung und Empörung erleben wir die Ereignisse rund um die Anschläge des letzten Wochenendes in Paris und Istanbul. Anschläge, die in ihrer Menschenverachtung und Skrupellosigkeit beispiellos sind, verübt von Menschen, deren hasserfülltes Machtstreben jeglichen Respekt vor dem Wert des Lebens im Allgemeinen, der menschlichen Kultur und dem Wert des Individuums im Besonderen vermissen lassen.

Als deutsch-türkischer binationaler Verband, deren Mitglieder sich sowohl aus Muslimen sowie anderen Religionen und Weltanschauungen zusammensetzen, fühlen wir uns in Trauer und Mitgefühl vereint mit den Opfern von Paris und Istanbul sowie deren Angehörigen. Diese perfiden Anschläge zielen auf unsere gemeinsame, in Jahrhunderten errungene Werteordnung, welche dem Individuum ungeachtet seiner Religion, Herkunft und Abstammung Würde und Integrität verleiht.

Für uns, die Deutsch-Türkische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosoziale Gesundheit, sind der Erhalt dieser Werte und ein respektvoller Umgang miteinander innerhalb eines freiheitlichen Gesellschaftssystems eine unverzichtbare Grundlage unseres Wirkens. Wir sehen uns nach den Anschlägen von Paris noch stärker aufgerufen, für unser differenziertes Menschenbild und ein Leben innerhalb einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung einzutreten.

PD Dr. med. Meryam Schouler-Ocak
Vorsitzende der DTGPP

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